Wie enstand der Shanty-Chor?
Entstanden ist die Idee zum Shanty-Chor zufällig.
Einige Männer saßen nach der Messe beim Frühschoppen zusammen und dachten, daß in Grieth noch ein Shanty-Chor fehlt. Es wurde in der Gemeinde ein Rundbrief verteilt. Zum Versammlungsabend kamen 15 Männer, die auch noch singen konnten.
Gegründet wurde der Shanty-Chor von Mitgliedern des Kirchenchors und des Schiffervereins Grieth. Die Gründungsversammlung fand am 12. März 2002 im Pfarrheim Grieth statt.
Wissenswertes über uns und PR-Berichte
Repertoire
- 01 Über uns der blau Himmel
- 02 Schwer mit den Schätzen des Orients beladen
- 03 Schön ist die Liebe im Hafen
- 04 Friesenlied
- 05 De Hamburger Veermaster
- 06 Und dann geht es mit Volldampf nach Hause
- 07 Gorch-Fock-Lied
- 08 Junge, komm bald wieder
- 09 Alo Ahe
- 10 Fahr mich in die Ferne (Am Golf von Biskaja)
- 11 Matrosenliebe
- 12 Ein schöner Tag voll Harmonie
- 13 La Paloma
- 14 Lilly Marlen
- 15 Nimm uns mit Kapitän auf die Reise
- 16 Griether Heimatlied
- 17 Wir lagen vor Madagaskar
- 18 Hummel Hummel
- 19 Leise kommt die Nacht

Was sind Shantys und Shantychöre?
Wie der Name schon sagt. Ein Shanty-Chor ist ein Chor, der Shantys singt.
Der eigentliche Ursprung dieser Shantys geht weit zurück. Bereits vor rd. 400 Jahren wurden in Kanada von Holzfällern ähnliche Lieder gesungen.
Später haben Baumwollpflücker in den Vereinigten Staaten den Gesang übernommen. Diese Art „Männergesang“ entwickelte sich in verschiedene Richtungen weiter, je nachdem in welchen regionalen Zonen er angestimmt wurde. Die meistverbreiteten Richtungen waren damals wie auch heute Gospel und Shanty.
Heute geht man davon aus, dass die eigentliche Wiege des Shantys in Alabama stand, dem damals größten Baumwollumschlagplatz. Shantys wurden von den Hafenarbeitern beim Transport und Verladen der Baumwolle auf die Segelschiffe und von den Matrosen auf den Schiffen gesungen. Neben den beiden Richtungen Gospel und Shanty, entwickelte sich auch der Blues, damals der Gesang der in den USA lebenden Afrikaner.
Shantys sind meist tragende Arbeits- und Freizeitlieder der Seeleute auf den großen Segelschiffen des 19. und 20. Jahrhunderts. Von den Seeleuten wurde dieser Gesang in die eigene Sprache übersetzt und in die ganze Welt getragen. Hier bei uns wurden diese Lieder in platt- und hochdeutsch umgetextet und dadurch volkstümlich.
Viele Männer übten einen überaus schweren Beruf aus. Hartes Leben, lange Reisen und eine sehr harte Disziplinargewalt. Die Gesänge sollten die meist schwere Arbeit erleichtern. Das gemeinsame Shantysingen war notwendig, um zum Beispiel schwere Arbeiten mit mehreren Personen im Gleichtakt zu bewältigen. Um den Anker zu heben und zum Ingangsetzen einer Winde oder eines Spills, war der Befehl „Hiev Rund“ zu hören. Dann starteten auf den Segelschiffen die Matrosen und liefen rund um das Spill. Der Befehl „Hiev Rund“ gab gleichzeitig den Einsatz für den Vorsänger. Noch heute gilt dieser Befehl für den Vorsänger, aber meist nicht mehr für die Matrosen.
Daneben gab es auch Shantys, die unabhängig von der Arbeit in der Freizeit auf den Schiffen gesungen wurden. Die Shanty-Chöre haben häufig, jedoch nicht immer einen Vorsänger.
Shantys wurden wohl überwiegend ohne, oder nur gelegentlich, mit einer Unterstützung von Musikinstrumenten gesungen. Die allermeisten Shantys werden in englischer Sprache gesungen, der am häufigsten auf den Schiffen gesprochenen Sprache. Es ist die Aufgabe eines Shanty-Chores, solche Lieder zu singen und damit der Nachwelt zu erhalten.
Neben echten Shantys singt jeder Shanty-Chor heute auch andere maritime Lieder bis hin zum Schlager, da es vom Publikum gewünscht wird, dass nicht nur Shantys gesungen werden. Von einer sinnvollen Kombination von Shantys mit anderen maritimen Liedern hängt ganz wesentlich der Erfolg eines Shanty-Chores ab.
Quellenverzeichnis: vorwiegend Internetpräsentation der Stadt Stade und des Shanty-Chors Dortmund, und zum Teil mehrfache Erwähnungen auf diversen Seiten im Internet.
Copyright des vorstehenden Artikels Wilfried B. Striebe
Presseartikel über den Shanty-Chor in der lokalen Presse






